Serendipity
Serendipität beschreibt das Phänomen, wertvolle Dinge zu finden, ohne gezielt danach gesucht zu haben — einen glücklichen Zufallsfund, der erst im richtigen Moment seinen Wert zeigt.
Woher der Begriff kommt
Geprägt wurde der Begriff vom britischen Schriftsteller Horace Walpole 1754, inspiriert vom persischen Märchen „Die drei Prinzen von Serendip“, deren Protagonisten immer wieder Dinge entdeckten, die sie gar nicht gesucht hatten — aber genau im richtigen Moment brauchten.
Serendipität in der Wirtschaftsgeschichte
Viele der bedeutendsten Innovationen der Geschichte entstanden nicht durch geplante Forschung, sondern durch Zufallsfunde an unerwarteter Stelle: Penicillin, entdeckt durch eine verunreinigte Bakterienkultur. Die Mikrowelle, entdeckt durch einen geschmolzenen Schokoriegel neben einem Radar-Magnetron. Post-it-Zettel, entstanden aus einem eigentlich „gescheiterten“ Klebstoff.
Das Muster dahinter: Der entscheidende Fortschritt entstand jeweils an der Schnittstelle zweier Bereiche, die vorher nichts miteinander zu tun hatten.
Warum Serendipität planbar wird
Klassisches Innovationsmanagement sucht meist innerhalb bekannter Branchen und Netzwerke — dort, wo man ohnehin schon hinschaut. Serendipitätseffekte entstehen dagegen genau dort, wo niemand gezielt sucht: an Branchengrenzen, zwischen Kompetenzen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen.
Matchbird macht diesen Zufall systematisch nutzbar: Durch den Abgleich von Unternehmenskompetenzen und Marktdaten über Branchengrenzen hinweg identifiziert Matchbird jene unerwarteten Schnittmengen, die klassisches Innovationsmanagement übersieht — und macht sie für Unternehmen konkret nutzbar.
